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Zur Startseite  Gut zu fühlen - es ist Leder!

Frage

Wie werden Leder unempfindlich gegen Flecken und andere Gebrauchseinflüsse gemacht?

Antwort

Mit natürlichen Mitteln hergestelltes Leder weist - ähnlich wie hochwertige Naturtextilien - nur einen geringen Schutz vor Flecken, Lichteinfluss oder Kratzern auf. Seine Oberfläche ist durch eine Vielzahl kleinster Poren atmungsaktiv. Das Leder verfügt über einen guten Feuchtigkeitsaustausch und fühlt sich immer angenehm temperiert an.
Durch die Beschichtung der Oberfläche mit einer dünnen Kunststoffauflage (Zurichtung) werden die Poren verschlossen und das Leder nimmt dort keine Feuchtigkeit mehr auf. Auf diese Weise werden auch Naturmerkmale überdeckt. Die Lederoberfläche erhält eine makellos wirkende Optik und ist gegen Flecken geschützt. Die Beimengung von Pigmenten (Farbstoffen) in die Beschichtung verhindert außerdem das Ausbleichen oder Nachdunkeln des Leders.
Durch die Zurichtung verliert das Leder jedoch seine Fähigkeit zum Luft- und Feuchtigkeitsaustausch. Die Folge ist z.B. bei beschichteten Lederschuhen ein erhöhtes Schwitzen der Füße. Bei Lederpolstern fühlt sich die Lederoberfläche in den ersten Momenten der Berührung unangenehm kalt an, wohingegen sich bei Wärme Schwitzwasser zwischen Körper und Leder sammelt.
Neben dem Verlust an Gebrauchskomfort geht die Zurichtung von Leder einher mit gesundheitliche Risiken durch den Einsatz von problematischen Substanzen. Häufig eingesetzte Stoffe sind Polyurethan, Acrylate und Butadien. Alle sind als gesundheitsgefährdend bekannt.
Darüber hinaus rufen diese chemischen Substanzen in Kläranlagen Probleme bei der Abwasserreinigung hervor und schaden der Umwelt.

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